Regelkundliches
1. Hier findet Ihr durch Anklicken die Pétanque-RegeIn des DPV gemäß der F.I.P.J.P.
Pétanque-RegeIn des DPV gemäß der F.I.P.J.P.
2. Kleine Regelkunde
Wir werden an dieser Stelle nach und nach das eine oder andere aus den Pétanque-RegeIn des DPV herausgreifen, was uns besonders wichtig erscheint.
Beginnen wollen wir mit Artikel 16 des Regelwerks. Er steht zwar in der Mitte, aber seine Vorgabe gilt für das gesamte Spiel: Fairneß. Er ist dem § 1 der Straßenverkehrsordnung vergleichbar, nach dem sich jeder rücksichtsvoll und so verhalten soll, daß er den anderen nicht behindert. Nur wünschen wir uns für das Boulespiel, daß hier Art. 16 der Pétanque-Regeln mehr Beachtung findet als § 1 der StVO in der Realität des Straßenverkehrs.
„Art. 16 Verhalten der Spieler und Zuschauer
Während der regulären Zeit, die ein Spieler benötigt, um seine Kugel zu spielen, müssen die anderen Spieler und die Zuschauer äußerste Ruhe einhalten.
Die Gegner dürfen weder umhergehen, noch gestikulieren oder irgend etwas tun, was den Spieler stören könnte. Nur die Partner des Spielers dürfen sich zwischen der Zielkugel und dem Wurfkreis befinden.
Die Gegner müssen sich seitlich hinter der Zielkugel oder seitlich hinter dem Spieler aufhalten. Sie müssen sowohl vom Spieler, als auch von der Zielkugel einen Abstand von mindestens zwei Metern einhalten.
Die Spieler, welche diese Vorschriften nicht beachten, können vom Wettbewerb ausgeschlossen werden, wenn sie ihr Verhalten nach einer Verwarnung durch den Schiedsrichter beibehalten.“
Natürlich kann man von dieser strengen Vorgabe abweichen, wenn alle beteiligten Spieler einverstanden sind. Nicht selten trifft man sich ja mehr zum Quatschen als zum wettkampfmäßigen Spielen. Aber wenn auch nur ein Spieler sich Ruhe ausbittet, heißt das, daß er die Regel angewendet wissen will. Dann gebietet es die sportliche Fairneß, sich entsprechend zu verhalten und alles zu vermeiden, was diesen in seiner Konzentration stören könnte – ohne irgendwelche Diskussionen. Das gilt übrigens nicht nur für die eigene Aufnahme, sondern auch für die Spieler auf dem Nebenplatz. Und erst recht, wenn man selbst nicht spielt, sondern nur zuschaut. Es gibt auch auf unserem kleinen Platz genügend Ecken, in die man sich zurückziehen kann, wenn man sich unterhalten möchte.
Wahrscheinlich haben alle von uns schon die Erfahrung gemacht: Je besser der Gegner spielt, desto höheres Niveau erreicht das gesamte Spiel und desto mehr Spaß hat man selbst. Warum also etwas tun, um den Gegner zu irritieren oder zu behindern? Ein verlorenes gutes Spiel bringt allemal mehr Zufriedenheit als ein gewonnenes, aber schlechtes.
(wird fortgesetzt)